Sonntag, 27. September 2009

Wahlergebnis vom 27. September 2009

Wahlergebnis vom 27. September 2009:
Behlendorf hat wieder in etwa so gewählt wie das Ergebnis in Bund und Land

295 Wahlberechtigte (absolute Stimmen) 

Bundestagswahl
Partei Erststimme/Zweitstimme
SPD 46/31
CDU 97/78
FDP 31/45
Grüne 22/37
Linke 9/10

Ung 5/3
Abgegeben 211/211

zzgl. 39 Briefwahl


Landtagswahl
Partei Erststimme/Zweitstimme/Zweitstimme %
CDU 113/95/38,3
SPD 49/37/14,9
FDP 26/42/16,9
Grüne 35/42/16,9
SSW 5/2
NPD 1/2
Familie /2
Linke 14/14/5,6
FW-SH 5/4
Piraten /2

inkl. Briefwahl



Donnerstag, 17. September 2009

Der Minusmeister

Behlendorfs Ansehensverlust seit dem Sommer 2008 im Kreis, auf Amtsebene und bei den Nachbargemeinden zeigt sich in der Septembersitzung 2009 der Gemeindevertretung mit allen seinen Ursachen und vor allem mit seinem Verursacher. Eine Fülle von belanglosen Informationen wird per Beamer an die Wand geworfen und tarnt, dass eine wesentliche Information zurückgehalten wird: Die sich dramatisch verschlechternde Finanzlage.

Seit Pfingsten 2009 ist errechnet, was die Finanz- und Wirtschaftskrise für die Gemeindefinanzen von Behlendorf bedeutet; eine Information die vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung nicht an die Mitglieder der Gemeindevertretung weitergegeben wird, schon gar nicht an die Bürger. Die Einnahmen sinken um 20 Prozent.  Statt nun nur dort wo nötig, auf Finanzreserven zurückzugreifen (die Vorgänger hatten 40.000 Euro in die Rücklage gegeben), dort wo es machbar ist, Geldausgaben zu strecken und wo es möglich ist, zu sparen, werden Ausgaben in Tausenderstelle aneinandergereiht -  Notwendiges wie Leitungsreparaturen in der Seestraße zwischen 3.500 und 8.500 Euro, aus falschem Spareifer Aufgelaufenes wie das Entschlammen der Kläranlage mit ca. 8.000 Euro und Unsinniges wie zwei Radwege nach Berkenthin, einem auf dem Kanaldamm und einem entlang der Straße (wobei die Radwegplanung Kanaldamm den Radweg an der Kreisstraße bereits um Jahre zurückgeworfen hat).

An so einer Art Radwegplanung zeigt sich überdeutlich, warum Behlendorf nicht mehr Ernst genommen wird. Keine Nachbargemeinde, nicht das Amt, nicht der Kreis, nicht das Land, nicht der Bund und auch nicht die EU können so mit den Steuergeldern der Bürger umgehen; vor allem nicht mit solchen Tarn- und Täuschungstricks. In der Septembersitzung der Gemeindevertretung wird dann eine „Investitionsplanung“ an die Wand gehuschelt ohne schriftliche Unterlage, ohne Steuerschätzung, ohne Zahlen, die die Planung einordnen. Allen Ernstes behauptet dazu der Vorsitzende, er würde den Vorschriften zur Informationspflicht nachkommen. Welch Verstandesfehler.