Montag, 19. Oktober 2009

Nachbar Grass liest

Günter Grass liest am Dienstag, 17. November 2009, um 19:30 Uhr im Brinkhuus aus seinem Buch "Von Deutschland nach Deutschland".

Eintritt 6 €

Info: redaktion@behlendorf.net

Weitere Infos zu Behlendorf und Nachbar Grass: www.behlendorf.net mit dem Hinweis auf den 3. August 1990 im Tagebuch Grass und "Herr Lübcke..."

Sonntag, 27. September 2009

Wahlergebnis vom 27. September 2009

Wahlergebnis vom 27. September 2009:
Behlendorf hat wieder in etwa so gewählt wie das Ergebnis in Bund und Land

295 Wahlberechtigte (absolute Stimmen) 

Bundestagswahl
Partei Erststimme/Zweitstimme
SPD 46/31
CDU 97/78
FDP 31/45
Grüne 22/37
Linke 9/10

Ung 5/3
Abgegeben 211/211

zzgl. 39 Briefwahl


Landtagswahl
Partei Erststimme/Zweitstimme/Zweitstimme %
CDU 113/95/38,3
SPD 49/37/14,9
FDP 26/42/16,9
Grüne 35/42/16,9
SSW 5/2
NPD 1/2
Familie /2
Linke 14/14/5,6
FW-SH 5/4
Piraten /2

inkl. Briefwahl



Donnerstag, 17. September 2009

Der Minusmeister

Behlendorfs Ansehensverlust seit dem Sommer 2008 im Kreis, auf Amtsebene und bei den Nachbargemeinden zeigt sich in der Septembersitzung 2009 der Gemeindevertretung mit allen seinen Ursachen und vor allem mit seinem Verursacher. Eine Fülle von belanglosen Informationen wird per Beamer an die Wand geworfen und tarnt, dass eine wesentliche Information zurückgehalten wird: Die sich dramatisch verschlechternde Finanzlage.

Seit Pfingsten 2009 ist errechnet, was die Finanz- und Wirtschaftskrise für die Gemeindefinanzen von Behlendorf bedeutet; eine Information die vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung nicht an die Mitglieder der Gemeindevertretung weitergegeben wird, schon gar nicht an die Bürger. Die Einnahmen sinken um 20 Prozent.  Statt nun nur dort wo nötig, auf Finanzreserven zurückzugreifen (die Vorgänger hatten 40.000 Euro in die Rücklage gegeben), dort wo es machbar ist, Geldausgaben zu strecken und wo es möglich ist, zu sparen, werden Ausgaben in Tausenderstelle aneinandergereiht -  Notwendiges wie Leitungsreparaturen in der Seestraße zwischen 3.500 und 8.500 Euro, aus falschem Spareifer Aufgelaufenes wie das Entschlammen der Kläranlage mit ca. 8.000 Euro und Unsinniges wie zwei Radwege nach Berkenthin, einem auf dem Kanaldamm und einem entlang der Straße (wobei die Radwegplanung Kanaldamm den Radweg an der Kreisstraße bereits um Jahre zurückgeworfen hat).

An so einer Art Radwegplanung zeigt sich überdeutlich, warum Behlendorf nicht mehr Ernst genommen wird. Keine Nachbargemeinde, nicht das Amt, nicht der Kreis, nicht das Land, nicht der Bund und auch nicht die EU können so mit den Steuergeldern der Bürger umgehen; vor allem nicht mit solchen Tarn- und Täuschungstricks. In der Septembersitzung der Gemeindevertretung wird dann eine „Investitionsplanung“ an die Wand gehuschelt ohne schriftliche Unterlage, ohne Steuerschätzung, ohne Zahlen, die die Planung einordnen. Allen Ernstes behauptet dazu der Vorsitzende, er würde den Vorschriften zur Informationspflicht nachkommen. Welch Verstandesfehler.

Samstag, 29. August 2009

Anke Eymer (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages

Ausbau des Kanals in zehn Jahren abgeschlossen

Am Donnerstag bereisten vier Bundestagsabgeordnete der CDU-Landesgruppe Schleswig-Holstein den Elbe-Lübeck-Kanal. Ingbert Liebing, Dr. Ole Schröder, Gero Storjohann und die Lübecker Bundestagsabgeordnete Anke Eymer verschafften sich auf einer Fahrt durch den Elbe Lübeck Kanal einen Überblick über das Wasserstraßenprojekt, das in Schleswig-Holstein größte Priorität besitzt.

Der derzeitige Ausbaustand des Kanals und besonders der Schleusen entspricht nicht mehr den modernsten Anforderungen, so ihr Fazit. Der Ausbau sei dringend geboten, da die so genannten Europaschiffe den Kanal zwar befahren können, sie die Tragfähigkeit von 1.350 Tonnen jedoch nicht voll ausschöpfen, sondern nur mit etwa 1000 Tonnen beladen werden können. Alle Schleusen des Kanals sollten mindestens für den Verkehr von Großmotorschiffen geeignet sein. Deshalb fordern die Bundestagsabgeordneten, dass der bereits begonnene Ausbau der Schleusen in diesem Sinne fortzusetzen und zu intensivieren ist.

"Wir machen den Kanal fit für den Containerverkehr", sagte Anke Eymer. Das will heißen, mehr Verkehr auf die Schiffe anstatt auf die Straße. In spätestens zehn Jahren soll, so die Aussage der Politiker das Projekt abgeschlossen sein.

Freitag, 17. Juli 2009

Beitrag Gabriele Hiller-Ohm (SPD), MdB, für www.behlendorf.net

Mit Sonne, Wind und Biomasse gegen das „Krümmel-Monster“


Dauerhafte Energiesicherheit und wirksamer Klimaschutz gehören zu den zentralen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Eine zukunftsfähige Energiepolitik ist der Schlüssel zum Schutz unseres Klimas. Heute schon an morgen denken – das muss der Leitgedanke sein. Eins ist dabei für mich klar: Die Atomkraft gehört nicht dazu, wenn es um unsere Zukunft geht!

Im Kreis Herzogtum Lauenburg erleben wir direkt vor unserer Haustür die Probleme, die die Kernenergie mit sich bringt. Das Atomkraftwerk Krümmel in Geesthacht kommt mit seinen Störfällen nicht mehr aus den Schlagzeilen raus. Defekte Transformatoren, sogar ein Trafo-Brand und Schäden an den Brennstäben – das ist eine mehr als beunruhigende Bilanz der letzten zwei Jahre. Damit muss ganz schnell Schluss sein – das „Krümmel-Monster“ muss abgeschaltet werden!

Die Schwierigkeiten des Betreibers Vattenfall – auch das AKW Brunsbüttel ist seit 2007 wegen Problemen abgeschaltet – offenbaren, dass ein AKW nicht zu hundert Prozent sicher beherrschbar ist, ganz zu schweigen von der sicheren Endlagerung des Atommülls, wie der Fall Asse zeigt. Klar ist: Der im Jahr 2000 unter Rot-grün beschlossene Atomausstieg muss fortgesetzt werden! Um einen zukunftsfähigen Energiemix zu schaffen, fördert die SPD seit Jahren den Ausbau der Erneuerbaren Energien. 1997 lag deren Anteil am Stromverbrauch unter fünf Prozent. Bis heute hat sich der Wert mehr als verdreifacht, Tendenz zunehmend.

In Schleswig-Holstein haben wir das Ziel, bis 2020 den gesamten Strom des Landes aus regenerativen Energien zu gewinnen. Das ist ambitioniert, wir haben aber auch schon viel geschafft. Der Strom aus der Steckdose kommt bei uns im Norden bereits zu 40 Prozent aus Windkraftanlagen. Über 2.500 davon stehen in Schleswig-Holstein, also bundesweit jede achte Anlage. Damit sind wir „Windland Nummer eins“!

Als zuständige Bundestagsabgeordnete für den Norden des Kreises Herzogtum Lauenburg freue ich mich sehr, dass die Ämter Berkenthin und Sandesneben-Nusse neue Wege für Klimaschutz und Energiesicherheit eingeschlagen haben. Beim letztjährigen „Tag der Regionen“ in Behlendorf, zu dem ich gerne gekommen bin, wurden diese sehr anschaulich beschrieben. Die beiden Ämter haben jetzt vereinbart, im Klimaschutz enger zusammenzuarbeiten. Gesetzt wird auf die drei wichtigen „E“s: Energiesparen – Energieeffizienz – Erneuerbare Energien. Dazu werden Energiekonzepte erarbeitet.

Erste Schritte werden energiesparende Straßenbeleuchtungen und die energetische Gebäudesanierung sein. Hier greift der Bund den Gemeinden derzeit mit bundesweit 10 Milliarden Euro im Rahmen des Konjunkturpakets II unter die Arme. Mehr als eine Million Euro fließen für die Schulsanierungen in Krummesse und Sandesneben. In der Realschule im Schulzentrum Sandesneben wird mit 565.000 Euro der Ostflügel energetisch saniert. Für energiesparende Sanierungsmaßnahmen der Grund- und Gemeinschaftsschule Stecknitz in Krummesse fließen 459.133 Euro. Dazu werden 7.823 Euro für den Kindergarten Behlendorf bereitgestellt, ebenfalls für Energieeinsparung.

Einen ganz wichtigen Schritt wollen die Gemeinden bei der Ausweitung der Erneuerbaren Energien machen: Die Kommunalisierung der Energieversorgung. Strom und Wärme sollen dezentral erzeugt und verteilt werden. Einige Landwirte haben bereits Biogasanlagen in Betrieb, weitere stehen in Gesprächen mit den Gemeinden. Mit Nahwärmeversorgungsnetzen wird die Energie dann lokal verteilt. Bei dieser sauberen und nachhaltigen Energieform sowie der Flexibilität der Erzeugung und der Nutzung von Wärme kann kein AKW mithalten!

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem Programm zur energetischen Sanierung von Gebäuden, der Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung und dem Atomausstieg haben wir im Bund die Taktzahl für die angestrebte Energiewende vorgegeben. Unsere Vision ist die komplette Energieversorgung durch Erneuerbare Energien noch in diesem Jahrhundert. Das kommt auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland zugute, denn bei Windkraft, Solarenergie und moderner Erdwärmenutzung haben wir technologische Spitzenstellungen errungen. Auch der deutsche Arbeitsmarkt profitiert von der Energiewende: In der Branche der Erneuerbaren Energien sind bereits über 300.000 Menschen beschäftigt. Das ist der Arbeitsmarkt der Zukunft!

Je entschlossener wir in Bund, Land und den Kommunen diese neuen Wege gehen, um so eher wird es in Deutschland keine „Krümmel-Monster“ mehr geben! Ich freue mich, dass die Stecknitz-Region ihren Teil dazu beiträgt und wünsche den Initiativen viel Erfolg!


Gabriele Hiller-Ohm

Mittwoch, 17. Juni 2009

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